Zur Rohstoffversorgung der Biomass-to-Liquid-Produktion setzt CHOREN auf Schnellwuchsplantagen. Der Anbau von schnellwachsenden Baumarten wie Weiden, Pappeln oder Robinien soll die Versorgung der ersten Produktionsanlage in Freiberg/Sachsen sicherstellen, die im April die Produktion von Diesel aus Holz aufnimmt. Die Biomasseversorgung der Produktionsanlage mit 67.500 t Trockenmasse pro Jahr in der Anfangszeit zu jeweils 50% aus Waldholz und unbelastetem Recyclingholz bestehen. „Holzhackschnitzel aus landwirtschaftlichen Schnellwuchsplantagen sollen jedoch in den kommenden Jahren einen zunehmenden Rohstoffanteil abdecken“, erklärt Michael Deutmeyer als Verantwortlicher für die Rohstoffstrategie bei CHOREN. Eine erste Fläche in der Region Freiberg wurde 2007 unter Vertrag genommen und mit Weiden bepflanzt. In Mecklenburg-Vorpommern bewirtschaftet CHOREN bereits seit 2005 eine 20 ha Plantage.
Ebenfalls vor drei Jahren wurde von der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft eine Agrarholz-Demonstrationsfläche mit Weiden und Pappeln im Raum Freiberg etabliert. Die erste Ernte wurde am vergangenen Mittwoch im Beisein von interessierten Landwirten durchgeführt.
„Das Ertragsniveau der 5-6 Meter hohen Bäume nach drei Vegetationsperioden bestätigt, dass der Agrarholzanbau auch ökonomisch eine interessante Option für die lokale Landwirtschaft sein kann“, betont Dr. Christian Röhricht, Energiepflanzenexperte der Landesanstalt für Landwirtschaft.
Ein Großteil der geernteten Hackschnitzel soll nun bei CHOREN in SunDiesel® veredelt werden. Je nach Bodenqualität und Wasserverfügbarkeit können über Kurzumtriebsplantagen durchschnittlich zwischen 2.000 – 5.000 Liter SunDiesel® pro ha und Jahr erzeugt werden. Interessierten Landwirten bietet CHOREN langfristige Hackschnitzel-Abnahmeverträge. Gemeinsam mit der deutschen Niederlassung des schwedischen Unternehmens Lantmännen Agroenergi wird zudem ein Rundum-Paket – von der Beratung über die Anpflanzung und die Plantagenpflege bis zur Ernte angeboten. In Sachsen werden Kurzumtriebsplantagen seit Kurzem mit 30% der kompletten Etablierungskosten finanziell gefördert.