
Wer glaubte, auf der Elmia in Jönköping gibt es beim Harvestern und Forwardern nichts mehr zu entdecken außer der Namens- und Farbänderung bei Timberjack (heißt jetzt John Deere und ist Agrargrün), sieht sich getäuscht.

Besonders Eco Log zieht mit dem neuen Starkholz-Harvester 590 C viele Blicke auf sich. Ob es wirklich der "stärkste Radharvester der Welt" ist, wie die Marketing-Manager des schwedischen Hersteller werben, oder "einer der stärksten" – der Valmet 941 scheint jedenfalls einen potenten Mitbewerber gefunden zu haben. Allein Klaus Reichenbach, WFW Forstmaschinen, rechnet damit, in Deutschland ab der Auslieferung im nächsten Frühjahr 15 Stück der neuen Großharvester verkaufen zu können.

Bei Valmet stehen die Harvesterköpfe und das weiter entwickelte Maxi Computersystem im Vordergrund. Mit dem neuen 350er Aggregat mit vier Antriebsmotoren haben die Roten die Lücke zwischen 345er und 360er geschlossen. Das neue Modell eignet sich für den Durchforstungsharvester 901 mit 10m Reichweite oder am Allround-Modell 911 mit 11m Reichweite. Verbesserungen gibt es bei den großen Köpfen, die nun unter 360.2 und 370.2 firmieren. Neu sind der optimierte Leitungen, ein ständiger Ölkreislauf beim 2-Gang-Motor sowie die Pendelbremse von Indexator als Basisaustattung. Andreas Lockert, Vertriebsleiter bei Valmet Central Europe, erwartet Produktivitätssteigerungen zwischen 10% und 15%.

Neue Köpfe gibt es auch bei John Deere (ehem. Timberjack) bzw. Waratah. Das Starkholz-Aggregat H480 quattro beeindruckt durch sein geringes Gewicht von 1200 kg und dürfte damit nicht nur für den John Deere 1470D sondern auch für den neuen Eco Log 590 C ein wichtiges Thema werden. Für genügend Power beim Vorschub soll die neue Steuerung sorgen, die das Öl direkt an die Walzen leitet.

Keine Frage, dass der bereits im Vorfeld der Elmia angekündigte, vom Forwarder aus ferngesteuerte Harvester bei jeder Vorführung die Blicke auf sich zieht. Ohne Kabine und Personal arbeitet der Harvester von Fiberpack im Wechsel die Stämme direkt in die Körbe einer der beiden Forwarder auf. Für Länder mit großflächigen Hieben wie Skandinavien oder Russland sicher ein interessante Konzept. In Regionen wo um jeden Meter Rückegassenbreite große Diskussionen geführt werden, sicher schwierig anzuwenden. |